Kunststoffe für die Elektroindustrie



Stanzteile aus Trolitax-Hartpapier
Fernsehgehäuse aus schlagfestem Polystyrol, holzmaserbedruckt

So lautete der Titel eines Verkaufsprospekts der Dynamit Nobel AG, Verkauf Kunststoffe, 521 Troisdorf, Bez. Köln, aus dem Jahr 1967. Es ist eine weiteres Beispiel einer branchenorientierten Werbung, die die ganze Fülle seiner Kunststoff-Produkte der jeweiligen Branche anpreisen möchte und dabei auf ein großes Sortiment zurückgreifen kann.


„Die Elektrotechnik war der erste wichtige Industriezweig, der die Bedeutung der Kunststoffe für seine Belange erkannte und ihre Entwicklung seit jeher stark befruchtete. Umgekehrt ist die Entfaltung der elektrotechnischen Industrie zu ihrem heutigen Stand ohne die Mithilfe immer besserer, funktionsgerechterer Kunststoffe nicht denkbar.

Dynamit Nobel-Kunststoffe sind praktisch in allen Sparten des weiten Feldes der Elektrotechnik zu finden. Dies gilt gleichermaßen für den Bereich der Starkstromtechnik wie für den Schwachstrom-, Fernmelde- und Hochfrequenztechnik. Sie werden als Halbzeug, aber auch als fertige Formteile geliefert. Wegen ihrer hervorragenden

  • elektrischen
  • mechanischen
  • thermischen Eigenschaften
  • ihrer guten Verarbeitbarkeit (rationelle Massenfertigung) und
  • ihrer Preiswürdigkeit


sind Dynamit Nobel-Kunststoffe in der Elektroindustrie als Isoliermaterialien und konstruktive Bauelemente unentbehrlich geworden.

Der Bedarf der Elektrobranche an Kunststoffen wächst ständig. Dynamit Nobel ist bemüht, den steigenden Anforderungen durch laufende Verbesserungen der bereits eingeführten Materialien und durch Neuentwicklung noch leistungsfähigere Kunststoffe gerecht zu werden.

Die folgende Übersichtstabelle demonstriert die umfangreiche Palette von Dynamit Nobel-Kunststoffen für die Elektrotechnik. Einige Produkte bzw. Produktgruppen sind darunter von besonderer Bedeutung:

Trolitax-Hartpapier

Trolitax-Hartpapier hat sich als preiswerter Konstruktionswerkstoff seit Jahrzehnten bewährt (Trolitax wurde 1925 von Dynamit AG, hauptsächlich für den Haushalt in damaliger Zeit, in den Markt eingeführt).

In letzter Zeit wurden entscheidende Verbesserungen der Verarbeitbarkeit erzielt (so z.B. die Verbesserung der Kalt-Stanzbarkeit zur Herstellung von Stanzteilen, die im eigenen Haus für Kunden durchgeführt wurde).


Trolitax-Hartpapier mit Kupferauflage

Trolitax-Hartpapier mit Kupferauflage wird zur Herstellung von gedruckten Schaltungen (siehe http://wikipedia.org/wiki/Leiterplatte) eingesetzt. Diese haben die Bauweise der Fernmelde-, Rundfunk- und Fernsehgeräte entscheidend vereinfacht und verbessert. Auch moderne Maschinensteuerungen und der Kraftfahrzeugbau können heute auf gedruckte Schaltungen nicht mehr verzichten.
 
Trolitax-Hartpapier mit Kupferauflage (Nach DIN 40 802 und zahlreichen ausländischen Normen) bringt ideale Voraussetzungen für die Herstellung gedruckter Schaltungen mit. Auch bei diesem Material brachten unsere Entwicklungsarbeiten neue entscheidende Fortschritte, und zwar konnte Hand in Hand mit einer wesentlich verbesserten Schneid- und Stanzarbeit auch eine weitere Steigerung der bereits hervorragenden elektrischen und mechanischen Eigenschaften erzielt werden.

Formteile aus Thermo- und Duroplasten

Dynamit Nobel zählt zu den ältesten und größten Herstellern von Formteilen aus Kunststoffen (seit 1930) und verfügt über einen modernen Maschinenpark (in Weißenburg/Bayern) speziell zur Herstellung großer und schwieriger Formstücke. Neben eigenen Kunststoffen werden sämtliche in der Branche bekannten Werkstoffe verarbeitet. Ein spezielles Konstruktionsbüro in Verbindung mit einem modern ausgestatteten, leistungsfähigen Werkzeugbau bietet die Gewähr für die fachgerechte Lösung von Kundenproblemen. 

Anmerkung des Bearbeiters: Trolitax-Hartpapier mit Kupferauflage war mit dem roten Logo-Schriftzug „ DN“  auf der Rückseite markiert. Es erfüllte  auch die US-amerikanischen Brandschutzvorschriften nach Underwriters Laboratories UL (www.ul.com)  (schwer entflammbar und selbstverlöschend).

 
Bearbeitet: Dr. Volker Hofmann, 
 Troisdorf, 14. September 2009