Kunststoff verarbeiten

Zur Entwicklung der Kunststoffindustrie in Lohne und der Region
Sonderausstellung im Industrie Museum Lohne bietet Informationen zur Geschichte und Gewinnung von Kunststoffen, zeigt deren Verarbeitung  und  präsentiert eine Fülle von Lohner Kunststoffprodukten

Vor über 60 Jahren begann man in Lohne bei der Firma Bramlage am Bahnhof zunächst in geringem Umfang mit der Verarbeitung von Kunststoff. Der sogenannte Griffkorken – die Verbindung einer Kunststoffkappe mit einem Korken – zählte zu den ersten Produkten.
Schon bald kamen andere Griffkappen für Spirituosen und Verschlüsse für Senfgläser dazu.
„Die Arbeit an den Handhebelpressen war schwer“, erzählen die Zeitzeugen und davon können sich die Besucher der Ausstellung selbst überzeugen. Eine alte Handhebelpresse wird neben einer neuen Spritzgießmaschine in Funktion zu sehen sein.

Es geht also auch praktisch zu in der Ausstellung und dies gilt auch für einen anderen Bereich, dem sogenannten Labor. Neben Informationen und Anschauungsmaterial zur Geschichte, Gewinnung und zum Aufbau von Kunststoffen, gibt es eine Reihe von Versuchen, Eigenschaften des Kunststoffes zu erkunden und zu testen.

An einem  Folienextruder wird anschaulich die Herstellung von Folien gezeigt.
Besonders interessant wird es in einem Zeitbild zu den Anfängen der Kunststoffverarbeitung: Lohner Firmen zeigen hier ihre Geschichte auch anhand von Produktpaletten aus den Anfangsjahren.
Und schließlich geht es „Von Lohne in alle Welt“ mit einer Fülle von Lohner Kunststoffprodukten, die heute in allen Lebensbereichen auf allen Erdteilen zu finden sind.
Neun Lohner Kunststoffunternehmen, die Adolf Kolping Schule, Fachleute und Zeitzeugen haben an den Vorbereitungen zur Ausstellung mitgewirkt und wertvolle Unterstützung geleistet. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog und ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm Gruppen und Schulklassen werden auch in den Abendstunden durch die Ausstellung geführt.


Termine sind unter der Telefonnummer des IML 04442/730380 zu buchen.


Öffnungszeiten des Museums 
von Dienstag – Sonntag von 14.00 – 18.00 Uhr und am Donnerstag von 14.00 – 20.00 Uhr.

Lesen Sie dazu bitte auch diesen Text von Kyra Seibert, SKZ Würzburg:

Nachhaltige Produkte – ohne Kunststoffe kaum vorstellbar
Die Anfänge der Kunststoffindustrie reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück: Der Boom des Billardspiels in den USA lies den Verbrauch an Elfenbein so stark ansteigen, dass der Bedarf kaum noch gedeckt werden konnte. Alternative Werkstoffe gab es nicht – bis John Wesley Hyatt 1868 Zelluloid erfand, den ersten thermoplastischen Kunststoff. Billardkugeln, Schmuck oder Spielzeug wurden fortan aus Zelluloid hergestellt. Berühmt wurde der Kunststoff dann einige Jahrzehnte später als durchsichtiger Träger für photographische Filme.

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"Nachhaltige Produkte - ohne Kunststoffe kaum vorstellbar"


Website des Industrie Museum Lohne

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