Kunststoff-Kompetenz mit Tradition

© Stadt Troisdorf

Kaum ein anderer Standort in Deutschland ist so mit Kunststoff verbunden wie Troisdorf, in dem bereits 1905 das „Kunststoff-Zeitalter“ anfing. Früher wie heute haben Unternehmen der kunststofferzeugenden wie auch -verarbeitenden Industrie mit Innovationen auf sich aufmerksam gemacht. Damit das auch künftig so bleibt, hat die Troisdorfer Wirtschaftsförderung im Frühjahr 2011 das „Kompetenzzentrum Kunststoff“ ins Leben gerufen.

Neben dem ersten in Serie hergestellten Kunststoff-Fensterprofil der Welt wurden in der Aggerstadt der weltweit erste PVC-Bodenbelag hergestellt und eine der ersten Kegelkugeln aus Kunststoff gefertigt. Eigens für die Düsseldorfer Kunststoff-Messe wurde 1959 in einem Troisdorfer Labor ein komplettes Wohnhaus aus Kunststoffen geschaffen, das große Beachtung fand.

Zentrale Anlaufstelle ermöglicht Erfahrungsaustausch
Ziel des „Kompetenzzentrums Kunststoff“ ist es, die regionale Kompetenz der Stadt Troisdorf im Kunststoff-Bereich zu sichern und weiterzuentwickeln.
Daher führt es regelmäßige Workshops und monatliche Informations-Veranstaltungen durch und bietet seinen Mitgliedern Gelegenheit, sich per branchenspezifischem Newsletter informieren zu lassen. Die bereits im Stadtgebiet angesiedelten Unternehmen werden gezielt unterstützt und die Weichen für weitere zukunftsorientierte Firmen der Branche so gestellt, dass eine Neuansiedlung besonders attraktiv ist.
Oberste Priorität hat dabei stets die Vernetzung der Betriebe untereinander. Zusätzlich werden Kooperationen mit Fachhochschulen eingegangen und ausgebaut, um den Wissenstransfer weiter zu optimieren.
„Durch eine Fokussierung auf Forschung und Innovation können die langfristige Sicherung von zukunftsorientierten Arbeitsplätzen, der Bestandsschutz bereits angesiedelter Unternehmen sowie die Neugründung innovativer Unternehmen erreicht werden“, ist sich Projektleiterin Sabine Rasche sicher.

Beratung zahlt sich aus
Die vielfältigen Angebote des „Kompetenzzentrums Kunststoff“ richten sich nicht nur an die großen Konzerne, sondern sollen insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen ansprechen. So werden sie beispielsweise individuell darin beraten, welche Fördermittel sie in Anspruch nehmen
können und welche Aus- und Weiterbildungsangebote es gibt. So soll dem durch den demografischen Wandel drohenden Fachkräftemangel aktiv entgegengewirkt werden.
Wie wichtig dies ist, belegen die Zahlen, denn nach heutigem Stand sind rund 50 Unternehmen der Kunststoff-Branche in Troisdorf ansässig und jeder achte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus Troisdorf arbeitet in einem Betrieb, der sich mit Kunststoff befasst.

(mit freundlichen Genehmigung Silke Schmitz, Stadtwerke Troisdorf)

Hier geht's zum download des Original-Artikels aus der Zeitschrift "inTro", Ausgabe 3/2011

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