„Nobels-Patentzünder“ –die Sprengkapsel

In der Broschüre „Alfred Nobel“ (Neuausgabe 2008), die das Schwedische Institut und der Autor Tore Frängsmyr herausgegeben haben (und die der Bearbeiter im Stockholmer Nobel-Museum am 28. Oktober 2008 erworben hatte) wird der Nobel-Zünder als ein hohler mit Schwarzpulver gefüllter Holzpfropfen beschrieben. 1864 soll ihn Alfred Nobel patentiert haben.

Der Nobel-Zünder enthielt den mit Schwarzpulver gefüllten Holzstopfen, in dem die Lunte mündete und der in eine Papphülse einpackt war. 1865 fertigte Nobel die Sprengkapsel mit einer Metallhülse. Mit dieser Sprengkapsel gelang es, Schwarzpulver wie auch das Nobel-Sprengöl Nitroglycerin –und später auch den phlegmatisierten Sicherheitssprengstoff Dynamit (Nitroglycerin auf Kieselgur aufgezogen)-sicher zur Sprengung zu bringen.

Viele haben diese Erfindung als größte Entdeckung in Theorie und Praxis der Sprengtechnik gefeiert.

Auch Nobel scheint diese Auffassung geteilt zu haben, denn er sagte zehn Jahre später, das „wirkliche Nitroglycerinzeitalter“ habe mit dieser seiner Erfindung im Jahre 1864 begonnen.

 

Bearbeitet: Dr. Volker Hofmann, Troisdorf, 5. August 2014

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